HandballNews1. Damen / wJE: Das hat Spaß gemacht

März 27, 2026

Souveräner 26:16-Sieg im Spitzenspiel gegen die Holst. Schweiz

Sie waren mit einer Serie von zehn Siegen am Stück nach Geesthacht gekommen. 15 von 18 Begegnungen hatten sie gewonnen. Sie hatten alle wichtigen Spielerinnen dabei, die zu ihrem Erfolg beigetragen und für das Erklimmen der Spitzenposition in der Verbandsliga gesorgt hatten. Sie waren mit einem Doppeldeckerbus angereist und hatten über 30 Fans mitgebracht, die sie vor und während des Spiels lautstark anfeuerten. Die Rede ist vom Frauenteam der Handballspielgemeinschaft Holsteinische Schweiz, das am vergangenen Sonntag zum ultimativen Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten – unsere Biberdamen ‒ nach Geesthacht gekommen war, um nach einem Sieg gegen Nanni, Ina, Kerstin & Co. die Meisterschaft in der Verbandsliga und den Aufstieg in die Oberliga Schleswig-Holstein zu feiern. Denn: Hätten sie gewonnen, wären sie tatsächlich nicht mehr vom ersten Tabellenplatz zu verdrängen gewesen.

Jedoch: Die Rechnung hatten die Eutiner und Malenter Handballerinnen ohne den Wirt gemacht: Die Geesthachter Handball-Ladies waren mit der Meisterschafts-planung ihrer Gegnerinnen nicht einverstanden und fegten den Spitzenreiter mit einem fulminanten 26:16-Sieg aus der OHG-Sporthalle. Eine Machtdemonstration! Die Fans der HSG mögen die Musik auf der Tribüne gemacht haben, die Musik auf dem Hallenboden bestimmten eindeutig Nanni, Ina, Kerstin & Co.

Dabei hatte alles etwas zähflüssig angefangen, mit guten Abwehrreihen und vielen Fehlern im Angriff auf beiden Seiten. Nach ca. neun Minuten nahm Thomas, unser Trainer, die erste Auszeit, um die Biberdamen neu einzunorden; doch auch nach zehn Minuten hatten beide Mannschaften jeweils nur einmal getroffen. Ob nun die 2:1-Führung der Gäste nach einem Tempogegenstoß oder der 2:2-Ausgleich durch Nanni vom Kreis nach feinem Anspiel von Ina als Weckruf diente, spätestens nach dem 3:3 (18. Minute) kam der Geesthachter Zug ins Rollen. Innerhalb von sechs Minuten legte die Brodesser-Sieben einen 5:0-Lauf hin, der sie mit 8:3 in Führung brachte. Das Schöne dabei: Neben Ina (per Siebenmeter) und Nanni (wiederum vom Kreis) trafen auch Avin von der rechten und Angie von der linken Außenposition sowie Claudia halbrechts nach einem Durchbruch. Die HSG-Deckung sah sich einem Angriff gegenüber, der sehr variabel spielte und auf allen Positionen torgefährlich war. Und, um allen die Krone aufzusetzen: Genau in dieser Phase hielt unsere Teufelsfrau im Kasten, Kerstin, die bis dahin sowieso schon eine Abwehrquote von über 50 % aufzuweisen hatte, auch den zweiten Siebenmeter, der den HSG-Spielerinnen zugesprochen wurde. Für die Eutinerinnen und Malenterinnen muss deshalb nach 22/23 Minuten klar gewesen sein, dass es unerreichbar sein würde, etwas Zählbares aus Geesthacht mit in die Heimat zu nehmen. Was sie abwehrtechnisch auch immer versuchten, um den Geesthachter Flow zu stoppen, nichts fruchtete richtig. Was auch immer sie in der Offensive unternahmen; fast alle Bemühungen scheiterten an der aufmerksamen, bissigen Geesthachter Abwehr oder an den Reflexen und der Antizipation von Kerstin. Nur noch drei weitere Treffer gelangen ihnen bis zur Pause. Mit einem 6:12-Rückstand – ihr absolut schlechteste Pausenergebnis im gesamten bisherigen Saisonverlauf ‒ mussten sie die Seiten wechseln.

Die zweite Halbzeit ist schneller erzählt. Die Brodesser-Sieben behielt das Heft des Handelns weiter in der Hand, schaltete aber in den Verwaltungsmodus (O-Ton Thomas B.). Soll heißen: Die Geesthachter Handball-Ladies legten mehrfach einen Zwischenspurt hin und bauten den Vorsprung auf sieben, acht oder neun Treffer, einmal sogar auf zehn Treffer, aus; ließen danach aber die Handballerinnen von der Holsteinischen Seenplatte wieder herankommen. So führte unser VfL z.B. in der 51. Minute mit 21:11; fünf Minuten später lautete der Zwischenstand dagegen nur noch 22:15. Lediglich der 3:0-Schlussspurt der Biberfrauen mit dem vierten Treffer von Angie und zwei Tempogegenstößen von Nanni blieb unbeantwortet und katapultierte unsere Frauen von 23:16 noch auf das phänomenale Endergebnis von 26:16.

Fazit:
Die Begegnung hat Spaß gemacht. Auch das Drumherum hat Spaß gemacht. Verantwortlich dafür war vor allen Dingen die tolle Fangruppe aus Eutin und Malente. Sie feuerte ihre Vereinskolleginnen unermüdlich an, beklatschte und betrommelte jede noch so kleine erfolgreiche Aktion und ließ darin auch nicht nach, als klar war, dass der Sieger am Ende nur VfL Geesthacht heißen könnte. Absolut vorbildlich und sympathisch. Auch wenn unsere Fans sich alle Mühe gaben, nach Kräften dagegenzuhalten, die Fangruppe unserer Gegnerinnen war schon etwas Besonderes.

Spaß gemacht haben auch unsere Einlaufkinder aus der weiblichen E-Jugend. Das erste Mal seit langer, langer Zeit, dass eine Handball-Erwachsenenmannschaft wieder mit Nachwuchstalenten aus unserer Jugendabteilung eingelaufen ist. Die Mädchen genossen es sichtlich, einmal mit den Großen zusammen auf der Platte zu stehen. Und: Sie haben einen verdammt guten Job gemacht und einen Gutteil zu der guten Performance der Biberdamen beigetragen. Toll, dass sie sich nach dem Abpfiff spontan in den Schlusskreis beider Mannschaften einreihten und auch dadurch zu dem fairen Schlussbild beider Teams beitrugen. Klar auch, dass sie mit auf das obligatorische Siegerfoto der VfL-Ladies gehörten. Deshalb: Vielen Dank, liebe Einlaufkinder, ihr wart spitze!

Schade nur, dass es mit dem Tippspiel nicht geklappt hat. Ein Druckerproblem am Wochenende verhinderte den Ausdruck einer ausreichenden Zahl von Tippzetteln, die Beschriftung des Tableaus mit den Fotos zur Auflösung des Tippspiels sowie einige weitere erforderliche Arbeiten. Aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir werden das Tippspiel beim letzten Heimspiel der Biberdamen am 26. April nachholen.

Wie geht es nun weiter?
Noch stehen drei Spieltage aus. Die Holsteinische Schweiz führt die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung an (31:7 Punkte). Auf Platz 2 folgen unsere Biberdamen mit 28:10 und auf Platz 3 der VfL Bad Schwartau mit 27:11 Punkten. Dass die Handballerinnen aus Eutin und Malente noch vier Punkte abgeben werden und das VfL-Team die drei verbleibenden Spiele ‒ in Mönkeberg, gegen Bad Schwartau und in Bad Segeberg ‒ gewinnt, dürfte kaum wahrscheinlich sein. Der direkte Aufstieg dürfte den Handballerinnen aus dem Kreis Ostholstein nicht mehr zu nehmen sein. Für Nanni, Ina, Kerstin & Co. ist aber Platz zwei noch realistisch, der zu einem Relegationsspiel gegen den Zweiten der Nordstaffel berechtigt, dessen Sieger dann ebenfalls ins Oberhaus aufsteigt. Voraussetzung allerdings: Das Heimspiel gegen die Bad Schwartauerinnen und eines der beiden Auswärtsspiele müssen gewonnen werden. Kein leichtes Restprogramm. Vor allem der erforderliche Heimsieg gegen die Ladies aus der Marmeladenstadt dürfte schwer zu verwirklichen sein. Denn: Zum einen haben wir schon das Hinspiel Anfang Dezember mit 20:27 verloren; zum anderen ist davon auszugehen, dass Bad Schwartau Spielerinnen aus der A-Jugend-Bundesligamannschaft einsetzen wird, die die Saison bereits seit Anfang März beendet hat. Deshalb, liebe Geesthachter Handballfreunde, merkt euch bitte schon jetzt Sonntag, den 26. April, 15.00 Uhr, vor; dann wird das Schwartau-Spiel in der OHG-Halle angepfiffen. Die achte Frau, der achte Mann auf der Tribüne könnte entscheidend sein!

Die erfolgreiche Siegermannschaft: Christina Dehms (6 Tore), Janine Wiebracht (6), Angelina von Podewils (4), Celina Franke (3), Claudia Franke (3), Avin Shamo (3), Laura Krebs (1), Annalena Atrott, Lilli Back, Tamara Heitmann, Fabienne Intile, Stephanie Jeurink und Kerstin Krah (13 Spielerinnen auf Platte und Bank – Saisonrekord!).

hws, 24. März 2026

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